Light & Building - Weltleitmesse für Architektur und Technik

redaktioneller Beitrag von Klaus Leitzbach

© rheinmainbild.de/Klaus Leitzbach (alle Fotos des Artikels)

 

Light + Building ist mit 2.100 Ausstellern die Weltleitmesse für Architektur und Technik.

 

Fast jeder zweite der über 183.000 Besuchern kommt aus dem Ausland.

 

Die alle zwei Jahre stattfindende Weltleitmesse ist für die verschiedensten Berufsgruppen interessant, wie z.B. Architekten, Innenarchitekten, Designer, Planer und Ingenieure ebenso wie für Handwerker, Handel und Industrie.

 

Auch in diesem Jahr werden wieder Weltneuheiten für Licht, Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation präsentiert.

 

Die weltgrößte Messe für Licht und Gebäudetechnik zeigt Lösungen, die den Energieverbrauch eines Gebäudes senken und zugleich den Wohnkomfort erhöhen.

 

Dazu zählen LED-Technologie, Photovoltaik, Elektromobilität und intelligente Stromnutzung mit

Smart Metering und Smart Grids.

 

Das E-Haus

 

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) zeigt

in Halle 8.0 eine Sonderschau die für viele Besucher von besonderen Interesse ist.

 

Gemeinsam mit den Landesverbänden Hessen/Rheinland-Pfalz und Saarland präsentiert der ZVEH

dort das „Das E-Haus“.

 

Herbert Christ (ZVEH) erklärt wie man mit Tablett-PC und iphone (Bilder unten) das E-Haus steuert.

 

Vernetzte Gebäudetechnik, Intelligentes Messen (Smart Metering) und Ladestationen fürs Elektroauto, 3D-TV, Lichtlenkung und Gebäudeüberwachung.

 

Alle Komponenten sind über IP-Standard auf KNX-Basis verbunden. Beim Zähneputzen im Badespiegel Nachrichten schauen? Die Heizung oder Jalousien über Handy oder PC fernsteuern? Mit der Energiesparampel Stromkosten sparen und durch Smart Metering den Energieverbrauch auf dem Fernsehbildschirm ablesen?

 

Das alles und vieles mehr zeigt das E-Haus.

 

Viele Funktionen werden über komfortable Touchscreens bedient und für den 3D-Fernseher werden Filme aus einem NAS-Zentralspeicher gestreamt.

 

Vernetzte Technik in E-Haus

Herbert Christ © rheinmainbild.de

 

LED-Technik wesentlich energiesparender als herkömmliche Beleuchtungen.

 

Das intelligente 100 Quadratmeter große Modellhaus zeigt in sieben Räumen, dass man trotz Energieeffizienz auf Komfort und Sicherheit nicht verzichten muß.

 

Herbert Christ (ZVEH-Referatsleiter Informationstechnik und Elektromaschinenbau) zeigte

FFM JOURNAL auf anschauliche Weise wie die vernetzte Gebäudetechnik mit Hilfe von Tablett-PC

und iphone genutzt werden kann.

 

Mit Hilfe eines iphones ist es zum Beispiel möglich von irgendeinem Urlaubsort der Welt aus die Haustechnik in der fernen Heimat zu überwachen und zu steuern.

 

LED-Beleuchtung, Konzepte für technikgestütztes Wohnen im Alter und die Nutzung von selbsterzeugtem Strom aus regnerativen Quellen z.B. für Elektroauto sind nur einige der

Highlights die das "E-Haus" zeigt.

 

Begleitet wird die Sonderschau durch ein informatives Vortragsprogramm.

 

eMobility und professionelle LED-Technik

Am Messestand der Firma ABL SURSUM präsentiert Rainer Erk wie ein Electro Smart aufgeladen wird und Guido Gerstmann von Steinel Professional präsentiert professionelle LED-Technik Fotos: v.r.n.l.: © rheinmainbild.de

 

ABL SURSUM präsentiert auf ihrem Messestand EPH (Electric Power Home) die erste installationsfertige e-Station für den privaten Bereich mit Standard-Hausanschluss.

 

Damit ist des möglich, sein Fahrzeug im Carport oder der Garage über Nacht batterieschonend

zu laden.

 

Ein weiteres Produkt ist EPC (Electric Power City) für Firmenparkplätze, Hotels, Parkhäusern oder Messegelände.

 

Damit kann die Parkzeit zum Laden des E-Fahrzeuges sinnvoll genutzt werden.

 

Mit Hilfe einer Chip-Karte öffnet der Nutzer die Verriegelung, ein LCD-Display zeigt den jeweiligen Betriebszustand an.

 

Die Ladestation lässt sich fast überall installieren, ob an einer Hauswand, Beleuchtungsmast oder Standsäule.

 

Verkaufsgespräche und After Work Party

© rheinmainbild.de

 

Im Gespräch mit FFM JOURNAL erklärt Guido Gerstmann (Steinel Professional) wie moderne professionelle LED-Technik funktioniert und deren Einsatz im Business-Gebäudebereich.

 

So kommt die professionelle Beleuchtungstechnik zum Beispiel auch bei der Stuttgarter Bibliothek zum Einsatz, die auf über 20.000 Quadratmeter Fläche mit neun Obergeschosse und zwei Untergeschosse Medien präsentiert.


Nachts wird die innovative Architektur des Gebäudes von unten beleuchtet und in ein einheitliches Blau gefärbt.

 

Bei der Stuttgarter Bibliothek wird innovative energieeffiziente künstliche Technik und das

natürliche Licht gleichermaßen genutzt.

 

Steinel Professional erhielt im Bereich des Gebäudemanagements in Zusammenarbeit mit Siemens Business Building den Zuschlag für die Installation von mehr als 200 Hochfrequenz-Präsenzmeldern vom Typ Presence Control Pro HF 360 im gesamten Gebäudebereich der Bibliothek.

 

Mit Hilfe der Präsenzmelder wird die gesamte Lichtsteuerung im Objekt energieeffizient gestaltet.

 

Als Planungstool diente hierbei die Software Relux Professional, mit der alle Steinel-Präsenzmelder geplant werden können.

 

Ziel ist es, künstliches Licht nur dann einzusetzen, wenn es auch wirklich benötigt wird, das heißt, wenn die Tageslichtsituation es erfordert und dunkle Gebäudebereiche auch wirklich genutzt werden.

 

Ist das nicht der Fall, soll das Licht abgeschaltet und somit Energie eingespart werden.

 

Nach Ende der offiziellen Messeöffnungszeiten um 18 Uhr ist für viele Besucher, Aussteller oder Medienleute noch lang nicht Schluss, denn dann geht es zur after work party wie zum Beispiel bei Philips (siehe Bild oben). (kl)