Musikmesse 2016 in Frankfurt - Alles ganz anders und neu

redaktioneller Beitrag von Klaus Leitzbach und Friedhelm Herr 10. April 2016

" Frankfurt ist während der Messe - Hauptstadt der Musik in Europa "

 

Messe-Geschäftsführer Detlef Braun

 

Zwar dürfen in diesem Jahr von Anfang an auch Privatbesucher die Frankfurter Musikmesse besuchen, dennoch bleiben auch 2016 weiterhin Fachbesucher eine wichtige Zielgruppe.

 

So geht die diesjährige Musikmesse mit einem völlig neuen Konzept an den Start.

 

In Halle 11.1 gibt es dazu einen speziellen Bereich für die Business-Welt, ähnlich wie auf der ceBIT

in Hannover. Hier haben nur Fachbesucher Zutritt und können an einem deutlich ausgebauten Fachprogramm mit Workshops und Seminaren teilnehmen. Dort finden Sie auch die nötige Ruhe

um mit Ihren Geschäftspartner ins Gespräch zu kommen.

 

Allgemein gibt es auf der Musikmesse 2016 mehr Musikstil-spezifische Themenwelten, wo die Besucher neben interessanten Produkten ihr Wissen vertiefen und an noch mehr Events und Workshops teilnehmen können.

 

Schwerpunkt der Messe sind aber vorallem Instrumente und Zubehör aus der Musikbranche.

 

Begleitet wird die Musikmesse von der Schwesterveranstaltung Prolight and Sound, die bereits

am Montag den 4. April ihre Tore öffnete. 

 

Wir trafen viele Menschen die sich erst orientieren müssen, denn die erwähnten

Änderungen sind überall auf dem Frankfurter Messegelände spürbar.

 

Dieses Jahr ist alles ganz anders

Lightshow und Gespräch mit Messebesucher Heiko Scharbert © rheinmainbild.de/Friedhelm Herr

 

Heiko Scharbert ist Musiker und arbeitet nebenberuflich in der Beschallungsbranche.

Gemeinsam mit seiner Begleitung ist er aus Grebenhain im Vogelsberg nach Frankfurt gekommen.

 

"Wir kommen schon seit vielen Jahren zur Musikmesse, doch dieses Mal ist alles ganz anders,

wir sind schon sehr gespannt wie sich das neue Konzept der Messe auswirkt."

 

Viele Besucher mit denen wir sprachen hatten Probleme mit der Orientierung aufgrund

der neuen Halleneinteilung.

 

Musikmesse Frankfurt 2016 - 2000 Änderungen im Vergleich zum Vorjahr

Detlef Braun Messe-Geschäftsführer
Detlef Braun Messe-Geschäftsführer

 

Das neue Konzept der Messe spiegelt den rassanten digitalen Wandel der Branche wieder und bietet dem Fachhandel gezielte Lösungen fürs Internetgeschäft. In diesem Jahr wird es ungefähr 2000 Änderungen im Vergleich zum Vorjahr geben. "Kein einziger Messestand wird dort sein, wo er im vorigen Jahr war", so Messechef Braun.

 

Erstmals öffnet sich die Messe in die ganze Stadt und nach Offenbach - ein Konzept das man zum Beispiel auch von der "photokina"

in Köln bereits kennt.

 

Mit dem "Musikmesse-Festival" werden Clubs und Orte ins Geschehen mit einbezogen. Insgesamt sollen 1000 Konzerte und Events stattfinden.

 

Zu den Größen der Musikbranche die anlässlich der Messe nach Frankfurt kommen gehören US-Jazzlegende Al Jarreau oder auch der deutsche Sänger Laith Al-Deen.

 

Schwerpunkt der Messe sind aber vorallem Instrumente und Zubehör aus der Musikbranche.

 

Begleitet wird die Musikmesse von der Schwesterveranstaltung Prolight and Sound, die bereits

am Montag den 4. April ihre Tore öffnete. 

 

Neu in Halle 11.1 Business Plaza nur für Fachbesucher

Podiumsdiskussion: Chancen und Risiken der Digitalisierung des Einzelhandels © rheinmainbild.de/Klaus Leitzbach
Podiumsdiskussion: Chancen und Risiken der Digitalisierung des Einzelhandels © rheinmainbild.de/Klaus Leitzbach

Ebenso wie die Digitalisierung unsere Wirtschaft und Gesellschaft rasant und grundlegend verändert, so tut sie dies auch zunehmend in der Musikindustrie-Branche.

 

Doch jede strukturelle Veränderung bringt neben Chancen auch Risiken, darüber diskutierten Experten auf einer Podiumsveranstaltung der Business Academy in Halle 11.1 gleich am ersten Messetag.

 

Fachbesucher konnten während der Messetage an einem umfangreichen Weiterbildungsprogramm teilnehmen, das in Kooperation mit dem Branchenverband SOMM - Society Of Music Merchants e. V. durchgeführt wurde.

 

Vor dem Hintergrund eines grundlegenden Strukturwandels der MI-Branche vermittelten dabei Referenten, Berater und Coaches aus Wirtschaft, Recht, Wissenschaft und Medien ihr Wissen

in Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops. 

 

Ein besonderes Highlight für alle Schlagzeuger und Drum-Begeisterten war ein neues Drum Camp.

 

In der 50 qm großen Kabine stellen sechs Top-Drummer ihre Sets vor und zeigen live und im exklusiven Rahmen ihr Können.

 

Am Ende kamen zu den beiden internationalen Messen knapp 110.000 Besucher aus rund

130 Ländern. Die insgesamt 2043 Aussteller aus 60 Ländern bedeutet im Vergleich zum Vorjahr

(2257 Aussteller) einen Rückgang.

 

Dennoch zieht Frankfurts Messechef Detlef Braun am Ende beider Messen folgende Bilanz:

 

"In Frankfurt spielt die Musik. Das haben die beiden Veranstaltungen klar gezeigt" (kl)