Hafenpark Quartier soll Frankfurter Osten aufwerten

redaktioneller Beitrag von Klaus Leitzbach 15. Juli 2014

Bilder von der Pressekonferenz im Stadtvermessungsamt © rheinmainbild.de/Klaus Leitzbach (alle Bilder des Artikel)

 

"Wir haben 24 Jahre auf einen WM-Titel gewartet, dafür haben wir jetzt beim Honsell-Dreieck ein beeindruckendes Tempo hingelegt"

Planungsdezernent und Bürgermeister Olaf Cunitz

 

Zu Beginn der Pressekonferenz im Sitzungssaal M. Elsaesser im Stadtvermessungsamt lobte Planungsdezernent Cunitz die kurze Einigungszeit mit der B&L Gruppe und bemühte dabei den Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft:  

 

Wir haben 24 Jahre auf einen WM-Titel gewartet, dafür haben wir jetzt beim Honsell-Dreieck ein beeindruckendes Tempo hingelegt".

 

Honsell-Dreieck Bebauung rückt näher

Großes Medieninteresse bei der Vorstellung der Bebauungspläne für den Frankfurter Osten © press picture corporate

 

Zwar wurde das neue Konzept in nur anderthalb Jahren durch das Hamburger Unternehmen und dem städtebaulichen Entwurf des Frankfurter Planungsbüros Albert Speer&Partner entwickelt, doch zuvor hatte es mehr als zwei Jahrzehnte und mehrerer Eigentumswechsel des Honsell-Dreiecks gedauert bis man diese Lösung fand.

 

Gemeinsam mit Thorsten Testorp, geschäftsführender Gesellschafter der B&L Gruppe präsentierte Cunitz die neuen Bebauungspläne für das Honsell-Dreieck.

 

Statt eines seit Jahren geplanten Einkaufszentrums sollen auf dem Gelände des Honsell-Dreiecks und seinem Umfeld unter dem Arbeitstitel "Hafenpark Quartier" neue Wohnungen, Hotels und Büros gebaut werden.

 

Zu diesem Zweck wird die B&L Gruppe, der das Grundstück auf dem Honsell-Dreieck bereits gehört, weitere Bauflächen in der Umgebung von der Stadt Frankfurt erwerben.

 

Im "Hafenpark Quartier" sollen insgesamt 650 Wohnungen entstehen, die Mehrzahl davon werden jedoch Eigentumswohnungen sein.

 

Unlängst hatte die Stadt beschlossen, dass 30 Prozent künftiger Wohngebiete für preiswerten öffentlich geförderten Wohnungsbau reserviert werden müssen.

 

Mit den jetztigen Plänen für das Hafenpark Quartier hält die Stadt ihre selbst gesetzten Vorgaben nicht ein.

 

Denn von den insgesamt 650 geplanten Wohnungen im Hafenpark Quartier, werden lediglich

50 den Mietern günstiger angeboten werden.

 

Diese sollen auf einen noch von der B&L Gruppe zu erwerbenden Grundstückstreifen östlich

der Honsellstraße entstehen.

 

Dort sind insgesamt 150 Wohnungen geplant, von denen ein Drittel 15 Prozent unter der

 

ortsüblichen Miete angeboten werden sollen, mit einer Preisbindung von 20 Jahren.

Planungsdezernent Cunitz verwies auf die notwendige Kompromissfähigkeit seitens der Stadt,

um bei der Bebauung des Honsell-Dreiecks endlich voranzukommen: "Mehr war nicht drin!",

so Cunitz.

 

Cunitz freut sich über das Hafenpark Quartier

© rheinmainbild.de Planungsdezernent Cunitz                                              Visualisierung des Bauvorhabens Quelle: © B & L Gruppe              

" Wir freuen uns, dass wir nunmehr partnerschaftlich mit der Stadt Frankfurt ein tragfähiges Bebauungskonzept für das Honsell-Dreieck entwickeln konnten, und verfolgen eine zügige Realisierung des - Hafenpark Quartiers - "

 

Thorsten Testorp geschäftsführender Gesellschafter der B&L Gruppe

 

Im südlichen Teil des Hafenpark Quartiers soll auf dem Molenkopf ein Hotel oder Boardinghouse mit einer Höhe bis zu 60 Metern und 15.000 qm Nutzfläche entstehen.

 

Die Schwierigkeit: Die geringe bebaubare Grundfläche von etwa 400 bis 500 qm.

 

Testorp zeigte sich jedoch optimistisch, ein architektonischer Wettbewerb würde die Machbarkeit dieses Projekts auf dem Molenkopf zeigen.   

 

Auch im Norden in Begrenzung zur Hanauer Landstraße ist ein hoher Turm bis 60 Meter Höhe möglich.

 

"Ein hoher Turm für Hamburger Verhältnisse, nicht aber für die Frankfurter", wie Testorp

 noch hinzufügte.

 

Insgesamt sind im geplanten Hafenpark Quartier 50.000 qm für Wohnen, 31.000 qm für Büros

aber nur 2.000 qm für Einzelhandel vorgesehen. (kl)